top of page
  • LinkedIn
  • Instagram
  • Youtube

Gen Z, schwierig?

  • Writer: Ida Stoegerer
    Ida Stoegerer
  • Jan 7
  • 1 min read

𝐎𝐝𝐞𝐫 𝐧𝐮𝐫 𝐡𝐞𝐫𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐭 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬.“


Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer gestandenen Führungskraft. 


Die Worte „Die Gen Z ist so schwierig“ fielen. 


Und sofort kamen die üblichen Schlagworte: zu anspruchsvoll, zu wenig leistungsorientiert, zu digital abgelenkt, keine Loyalität.


Doch dann dachte ich an die jungen Menschen, die ich selbst begleiten durfte – Kolleg:innen, Teamleader:innen, Trainees – und erkannte: Es ist nicht, dass sie „schwierig“ sind. Sie haben es einfach nicht leicht.


Sie betreten einen Arbeitsmarkt, der unsicherer ist als je zuvor. Befristete Verträge, wechselnde Projekte, der Druck, ständig up-to-date zu sein. 


Gleichzeitig wollen sie Sinn in ihrer Arbeit, echte Werte teilen, nicht nur Aufgaben abarbeiten und Befehlsempfänger:innen sein. Und dann ist da noch der ständige Balanceakt zwischen Karriere, Weiterbildung, sozialem Leben und mentaler Gesundheit.


Wenn sie „anspruchsvoll“ wirken, dann vielleicht, weil sie mutig genug sind, ihre eigenen Maßstäbe nicht zu verraten. 


Wenn sie „unbeständig“ erscheinen, dann vielleicht, weil sie Wege suchen, die zu ihnen passen, anstatt sich blind in alte Modelle zu fügen.


Als Führungskraft oder Kolleg:in heißt das nicht, dass wir nachgeben müssen – sondern dass wir zuhören, begleiten und Raum schaffen. Raum für Entwicklung, für Experimente, für echte Zusammenarbeit.


Vielleicht ist Gen Z also gar nicht schwierig. Vielleicht ist sie nur ein Spiegel dafür, wie sich die Arbeitswelt verändert hat – und wie wir alle uns anpassen müssen.


Und ehrlich gesagt: Ich bin dankbar, dass ich von dieser Generation lernen darf.


 
 
 

Comments


bottom of page