Ich weiß nicht, ob ich mir das antun soll
- Ida Stoegerer

- Jan 7
- 1 min read

Letzte Woche im Coaching: eine der kompetentesten Frauen, die ich je begleitet habe, sagt diesen Satz zu mir:
„Ich weiß nicht, ob ich mir das antun soll.“
Ich habe kurz innegehalten. Sie ist brillant, reflektiert, empathisch, bescheiden – genau die Qualitäten, die Führung der Zukunft braucht. Und trotzdem zögert sie, weil sie die Realität kennt:
Wir belohnen immer noch das alte Führungsparadigma:
Lautstärke statt Substanz
Selbstbewusstsein statt Kompetenz
Dominanz statt Empathie
Zweifelfreiheit statt Reflektion
Sie hat alles, was gute Führung heute ausmacht und wirklich NÖTIG BRAUCHT – und fragt sich, ob es die Mühe wert ist, in ein System einzutreten, das solche Qualitäten oft übergeht.
💡 Die Lektion
Wenn selbst die Besten überlegen, den Schritt in eine Führungsetage zu wagen, ist das ein Warnsignal für uns alle:
Wir müssen unsere Auswahlkriterien radikal überdenken.
Leadership sollte Menschen befähigen, Teams verbinden und Vertrauen schaffen – nicht nur Ego belohnen oder Show ins Rampenlicht stellen.
Die Zukunft der Führung gehört nicht den Dominantesten oder Selbstbewusstesten, sondern den Fähigsten.
Wir haben keinen Facharbeiterinnenmangel.
Wir haben einen Mangel an guten Führungskräften. Das ist einer der Hauptgründe, warum so viele qualifizierte junge Menschen, High PerformerInnen aus der Corporate World flüchten.
Wenn wir das erkennen, können wir endlich die richtigen Leaderinnen und Leader an die Spitze bringen.







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