Probleme, wohin das Auge reicht
- Ida Stoegerer

- Jan 7
- 2 min read
Hürden und Hindernisse zu Verbündeten machen können, klingt gut und schön. Aber WIE?
Diese Frage kommt bei jeder meiner Buchpräsentationen.
Sie kommt in jedem Top Executive Coaching, in jedem Mentoring-Programm und in jeder meiner Leadership-Ausbildungen.
Wir alle kennen das: Wir haben eine Idee, ein Ziel, einen Plan. Wir wollen uns in Bewegung setzen – und dann tauchen sie auf. Unvorhergesehene Komplikationen. Probleme. Hindernisse. Schwierigkeiten. Roadblocks.
Theoretisch wissen wir: Herausforderungen gehören zum Weg. Aber praktisch? Da ärgern wir uns, kämpfen dagegen an, fühlen uns blockiert.
Genau hier liegt die Falle. Wenn wir Widerstand gegen das aufbauen, was schon da ist, vergrößern wir es. Ärger, Frust, Drama – all das raubt uns die Kraft, die wir eigentlich für unseren Weg und unser Ziel bräuchten.
Der Perspektivwechsel: Vom Gegner zum Verbündeten
Der erste Schritt ist ein innerer. Statt Hürden als Feinde zu sehen, laden wir sie ein, unsere Lehrmeister zu sein. Es braucht dazu einen grundlegend anderen "State" – neugierig, kreativ, unvoreingenommen.
Stell dir vor, du triffst auf ein Problem. Eines, das dich wirklich in Beschlag nimmt. Statt sofort in die Abwehrhaltung zu gehen, atmest du durch und schaust mit einer Haltung von: „Interessant. Was will mir das zeigen?“
Dieses Nicht-Drama, dieses reine Wahrnehmen, öffnet eine völlig neue Tür. Wir sehen plötzlich Möglichkeiten, die uns im Zustand von Ärger und Widerstand nie eingefallen wären.
Die zentrale Frage
Entscheidend ist, dass wir uns immer wieder diese eine Frage stellen:
👉 „Wie kannst du mir dienen, liebe Hürde?“
Ja du hast richtig gelesen, wie kannst du mir dienen.
Plötzlich kippt die Perspektive. Was vorher wie ein Stolperstein wirkte, wird zum Wegweiser. Jede Schwierigkeit trägt eine Botschaft in sich – für uns, für unser Wachstum, für unser Projekt. Doch hören können wir sie nur, wenn wir still werden und offen hinschauen.
Ganz praktisch bedeutet das:
Wahrnehmen statt bewerten – nicht sofort in „gut“ oder „schlecht“ einordnen.
Aufhören Schuldige zu suchen, aus dem "Blaming Game" aussteigen
Neugier aktivieren – wie ein Forscher, der etwas Neues entdeckt.
Kreativität zulassen – was könnte hier eine Lösung sein, die vorher nicht sichtbar war?
Botschaften hören – welche Fähigkeit will diese Hürde in mir stärken?
Geduld, Klarheit, Durchhaltevermögen, Vertrauen?








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